Donnerstag, 25. Dezember 2014

Weihnachten 2014

Frohe und gesegnete Weihnachten 
wünscht der Chor des GV Eintracht allen seinen Mitgliedern und Freunden!

Am heiligen Abend haben wir und uns gegenseitig beschenkt - Herzenswünsche erfüllt, mit schönen Dingen oder einfach mit gemeinsamer Zeit, Lachen, Gesprächen und Zuwendung.

Die Christnacht - die heilige Nacht wurde allerorten mit Gottesdiensten freudig gefeiert und die 12 heiligen Nächte oder auch Raunächte liegen nun vor uns. Rau(h)ware steht für Haariges, Pelziges und gibt einen Hinweis auf die enge Beziehung der Menschen zu den Tieren. So besagt einer der vielen Mythen um die heiligen Nächte, daß die Tiere in dieser Zeit um die Mitternacht die menschliche Sprache sprechen.

Vielleicht kam es so zu dieser zauberhaften und zugleich nachdenklich stimmenden kleinen Weihnachtsgeschichte .....

Eine tierische Weihnachtsgeschichte

Die Tiere stritten sich wieder einmal darum, was denn die Hauptsache an Weihnachten sei.

„Das ist doch klar“, sagte der Fuchs, „der Gänsebraten. Was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten?“

Der Eisbär widersprach: „Schnee muss sein, viel Schnee! Weiße Weihnachten, das ist es!“ Das Reh aber sagte: „Der Tannenbaum ist es! Ohne Tannenbaum gibt es kein ordentliches Weihnachten!“


„Aber nicht mit so vielen Kerzen“, heulte die Eule. „Schummrig und gemütlich muss es sein. Die Stimmung ist die Hauptsache.“

„Und ein neues Kleid! Wenn ich kein neues Kleid bekomme, ist Weihnachten nichts!“, rief der Pfau.
Und die Elster krächzte dazu „Jedes Weihnachtsfest kriege ich was: einen Ring, ein Armband, eine Brosche oder eine Kette, das ist für mich das Allerschönste an Weihnachten!“


„Und der Stollen? Und die Kekse?“, fragte brummend der Bär, „die sind doch die Hauptsache, und die anderen schönen Honigsachen. Ohne die verzichte ich lieber ganz auf Weihnachten.“
„Und wo bleibt die Familie?“, quakte die Ente. „Erst wenn ich alle Lieben um mich versammelt habe, ist für mich Weihnachten!“

„Nein“, unterbrach der Dachs. „Macht es wie ich: schlafen, schlafen, schlafen! Das ist das einzig Wahre an Weihnachten, einmal richtig ausschlafen!“

"Und saufen" ergänzte der Ochse," mal richtig einen saufen und dann pennen" Dann brüllte der Ochse plötzlich: „Aua!“
Der Esel hatte ihm einen kräftigen Huftritt verpasst und sagte nun: „Du, Ochse, denkst du denn auch nicht an das Kind wie die Anderen alle?“


Da senkte der Ochse beschämt den Kopf und sagte: „Das Kind, natürlich das Kind, das ist doch die Hauptsache!“

Und nach einer Weile fragte er den Esel: „Du Esel, sag einmal, wissen das die Menschen eigentlich auch?“
Autor unbekannt

Montag, 1. Dezember 2014

"Kalender, Kalender ....

... du bist ja schon so dünn, 
jetzt ist es bis Weihnachten nicht mehr lange hin!"

Jeder kennt es, dieses schöne winterlich-weihnachtliche Lied.
Jedes Jahr um diese Zeit kommt mir jenes alte Volkslied in den Sinn und ich stelle fest, daß sich im Lauf der Jahre meine Beziehung zu diesem Lied verändert hat. Es ist wohl das Wesen der Zeit, das eine andere Dimension angenommen hat. Wobei es eher so ist, daß meine Beziehung zur Zeit eine andere geworden ist.

Tja, das 'Phänomen der Zeit' ist ein ergiebiges Thema zum philosophieren. Sind wir es, die sich im Laufe der Zeit verändern, ist es die Zeit, die uns verändert - oder sind wir es gar, welche die Zeit verändern? Wir messen die Zeit in Sekunden, Minuten, Stunden, Tagen, Jahren ... aber unterwirft sich die Zeit tatsächlich unserer Vorstellung von physikalischer Größe? Ist sie nicht vielmehr ein unberechenbarer Geist, der uns je nach Laune recht kurzweilig oder auch endlos lang daherkommt?
So sprechen wir ja auch vom "Zeitgeist", der offenbar Freude daran hat, die Uhr für uns immer schneller zu drehen.

Möglicherweise ist die Zeit sogar eine Illusion, etwas ganz Subjektives
Nun ja, über die Zeit haben sich schon wirklich schlaue Leute den Kopf zerbrochen. Aber die Zeit ist bis heute ein ungeklärtes Mysterium, und so bleibt uns nichts weiter, als unsere Zeit sinnvoll zu nutzen und auch zu genießen.

Und in dem Bestreben, unser Erleben in den Strom der Zeit einzuordnen, haben wir Menschen irgendwann einmal den Kalender erfunden. Dieser - so scheint es allerdings - hat mittlerweile uns im Griff. Wir haben keine Zeit mehr! Unser Leben ist vom Kalender bestimmt und besteht nur noch aus Terminen. Wir fühlen uns ruhelos und gehetzt.
Kalender, Kalender, du bist ja schon so dünn, jetzt ist es bis Weihnachten nicht mehr lange hin!
Anstelle von Vorfreude treibt uns dieser Satz heute oft das blanke Entsetzen ins Gesicht! Noch soviel zu Erledigen bis Weihnachten!

Selbst die besinnliche Adventszeit, in der wir zur Ruhe kommen wollten, ist schon wieder ein Riesen-Event - Weihnachtsfeiern, Wohnung dekorieren, Weihnachtsmärkte besuchen, Geschenke kaufen, Plätzchen backen, Basteln,  die Weihnachtsfeiertage mit der Familie und Festmenue planen ... und ... und ... und .....
Und wenn Weihnachten vorbei ist, sind wir völlig erledigt und fragen uns: und wo war jetzt Weihnachten?
Wird es mir in diesem Jahr gelingen, diese Zeit wirklich ruhiger anzugehen? Fest vorgenommen hab ich es mir. Ich will mir Zeit nehmen für meine Lieben. Zeit, die gefüllt ist mit Aufmerksamkeit, mit ehrlichen Worten anstelle von Floskeln, Gespräche, Schweigen, Zuhören, Verweilen anstatt Hasten, Muße und Beschaulichtkeit statt Perfektionismus - eine paar einfache Kerzen anstelle des durchgestylten Adventskranzes. Zeit verschenken.

In diesem Sinne wünsche ich Allen eine friedliche Adventszeit mit weihnachtlicher Vorfreude und viel Zeit füreinander und miteinander!


Wenn es Dezember wurde zählten wir als Kind,
wieviele Blätter noch auf dem Kalender sind,
und jeden Morgen wurde der vergangne Tag ein Stück Papier,
und mit der Mutter zusammen sangen wir;
Kalender,Kalender, du bist ja schon so dünn,
jetzt ist es bis Weihnachten nicht mehr lange hin.

So wie ein Baum ist der Kalender Jahr für Jahr,
mit vielen Blättern dran am 1. Januar
und wenn die Tage kürzer werden und der Schnee vom Himmel fällt 
dann denken viele, ja viele auf der Welt;
Kalender,Kalender du bist ja schon so dünn,
jetzt ist es bis Weihnachten
nicht mehr lange hin.

In unserem ganzen Leben bleibt ein kleines Stück,
von der Erinnerung an jene Zeit zurück,
und wenn die Zeit dann wie ein Blatt
im großen Wind der Zeit verweht,
wenn im Dezember das Jahr zu Ende geht;

Kalender,Kalender,du bist ja schon so dünn,
jetzt ist es bis Weihnachten
nicht mehr lange hin.