Dienstag, 28. Oktober 2014

Herbst

Das Konzert, auf das wir so lange hingearbeitet hatten, ist vorbei - die Freude über das gute Gelingen hallt noch nach - den Herbst haben wir gefeiert, in kleiner Runde zwar und doch mit Vergnügen - aber eine leise Trauer hat sich wie ein herbstlicher Nebelschleier über alles gelegt:
Einer fehlt, er ist nicht mehr bei uns, er ist für immer gegangen, unmittelbar vor unserem Konzert.
Roland Schröder verstarb am 28. September 2014 im Alter von 58 Jahren.
Wir vermissen ihn alle sehr.

Dazu hier ein Nachruf des Vorstandes:

Der Gesangverein "Eintracht" 1877 trauert um Roland Schröder


"Unser Chor hat eines seiner treuesten und fleißigsten Mitglieder für immer verloren.

Roland Schröder gehörte dem Verein
40 Jahre als Mitglied an und war über die gesamte Zeit auch als aktiver Sänger eine Stütze in unserem Bass.

Doch nicht nur zum Singen war er für unseren Verein wichtig. Roland Schröder war insgesamt 28 Jahre im Vorstand der "Eintracht".
Als verantwortliches Vorstandsmitglied organisierte er alle Veranstaltungen des Vereins und war am Gelingen von diesen stets selbst maßgeblich beteiligt.

So spielte er über viele Jahre erfolgreich in unserer Theatergruppe, half Sängerfahrten zu organisieren und unterstützte den Verein, wo er konnte.

Als sogenannter fleißiger Helfer im Hintergrund konnte er an keiner Arbeit vorbeigehen und war auch hier stets ein Vorbild an Zuverlässigkeit.
Der gelernte Schlosser uns spätere Feuerwehrmann half vielfach beim Bau der verschiedensten Dinge, vom Grillstand über Bühnenbilder und Theaterdekorationen, bis hin zu Verkleidungen und Aufbauten von unseren "Festwagen".

Roland Schröder übernahm gerne Verantwortung und war unserem Verein damit immer eine große Stütze.

Du hast gesorgt, du hast geschafft, bis dir die Krankheit nahm die Kraft. Schmerzlich war's vor dir zu stehen, dem Leiden hilflos zuzusehen. Dein gutes Herz, es schlägt nicht mehr, dein Platz im Haus ist still und leer. Hab' tausend Dank für deine Müh', vergessen werden wir dich nie.

Der Vorstand im Namen aller Sängerinnen und Sänger"


"Jede Blüte will zur Frucht,
Jeder Morgen Abend werden,
Ewiges ist nicht auf Erden
Als der Wandel, als die Flucht.

Auch der schönste Sommer will
Einmal Herbst und Welke spüren.
Halte Blatt, geduldig still,
Wenn der Wind dich will entführen.

Spiel dein Spiel und wehr dich nicht,
Laß es still geschehen.
Laß vom Winde, der dich bricht,
Dich nach Hause wehen."

Hermann Hesse

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